25 Jahre Digitale Touristik - midoco
Shownotes
Bevor KI kam, gab es gelbe Reiseanmeldungen.
Und Bezirkszentralen. Und Menschen, die abends noch gesammelt Buchungen per Telefon durchgaben.
In dieser Episode von „25 Jahre digitale Touristik“ wird es herrlich nostalgisch – aber nur kurz. Denn wer mit Jörg Hauschild, Mitgründer von midoco, über Digitalisierung spricht, landet sehr schnell mitten im Maschinenraum der Touristik: dort, wo Buchungen nicht nur verkauft, sondern verarbeitet, abgerechnet, automatisiert und möglichst elegant durch Systeme geschoben werden.
Gemeinsam mit Host Roman Borch blickt Jörg zurück auf eine Branche, in der Computerreservierungssysteme einst wie Science-Fiction wirkten, Bildtelefonie verdächtig futuristisch war und ein Internetanschluss zu Hause noch bedeutete, dass man sonntagsabends vielleicht doch besser nicht erreichbar gewesen wäre. Von Amadeus-Terminals über Neckermann-Blöcke, Sabre Light, Merlin, TCP/IP, TOMA und EDIFACT bis zu Webservices und offenen Systemarchitekturen: Diese Folge ist ein liebevoller Ritt durch all die Technik, die im Reisevertrieb meistens unsichtbar bleibt – aber ohne die ziemlich wenig funktionieren würde.
Natürlich geht es auch um die Gründung von midoco im Jahr 2005: vier Menschen, eine Idee, sehr viel Erfahrung und der Wunsch, Mid- und Backoffice-Prozesse für Reisebüros, Veranstalter, OTAs und Geschäftsreiseanbieter komplett neu zu denken. Auf der grünen Wiese statt im Konzernkorsett. Mit Kunden wie TUI4U, LMX und später Lufthansa City Center wurde aus der Idee ein System, das heute in sehr unterschiedlichen Märkten und Prozessen zu Hause ist.
Und weil kein Digitaltalk im Jahr 2026 ohne KI auskommt, wird auch darüber gesprochen: nüchtern, klug und ohne Buzzword-Konfetti. Jörgs vielleicht schönster Satz der Folge: Ein sehr gut digitalisierter Prozess braucht keine AI. Aber Kommunikation, Support, Wissenstransfer und Krisenprozesse? Da wird es spannend. Sehr spannend sogar.
Eine Episode für alle, die wissen wollen, warum Digitalisierung in der Touristik nicht nur vorne auf der Website stattfindet, sondern vor allem hinten im System. Und warum manchmal gerade die unsichtbaren Prozesse die eigentlichen Helden der Reisebranche sind.
Noch mehr Infos und Geschichten gibt es übrigens auf der Webseite des vir.
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